Management von Machbarkeitsstudien und Voruntersuchungen

Machbarkeitsstudien und Voruntersuchungen sind keine Bestandteile von Investitionen und zählen noch nicht zur wirtschaftlichen Tätigkeit der Gemeinde bzw. des Unternehmens oder Vereins. Sie dienen dazu, mögliche Wege beim Aufbau eines (Bio)EnergieDorfs oder zur Weiterentwicklung eines bestehenden (Bio)EnergieDorfs aufzuzeigen.2

Wir bieten dazu das Projektmanagement an. In der Regel werden dazu ein oder mehrere Ingenieurbüros einbezogen. Dazu wird ein dreiseitiger Vertrag zwischen dem Auftraggeber (kann die Kommune, das Kommunalunternehmen, die Bürgergenossenschaft, der Dorfverein o.ä. sein) und den Auftragnehmern (dem oder den Ingenieurbüros) und der BED - (Bio)EnergieDörfer eG als Projektmanager geschlossen.

In dem Vertrag werden die durchzuführenden Untersuchungen und Konzeptentwicklungen in Form von Aufgaben des Ingenieurbüros und der BED - (Bio)EnergieDörfer eG im Detail beschrieben. Die (Bio)EnergieDörfer eG übernimmt in der Regel folgende Aufgaben:

  • Definition des Auftrags, Einholung von Angeboten bzw. Ausschreibung, Suche nach geeignetem Ingenieurbüro gemeinsam mit dem Auftraggeber.

  • Beschaffung der Fördermittel für die Machbarkeitsstudie bzw. Voruntersuchung

  • Klärung von Fragen, die mit Organisation, Netzwerk, Satzungen und Vertragsgestaltung zu tun haben. Entwicklung eines Konzeptrahmens für die Organisation, insbesondere Erarbeitung einer Aufgabenliste Satzungs- und Vertragsfragen für eine spätere Projektentwicklung

  • Prüfung der Wirtschaftlichkeitsberechnung und der Berechung des Finanzierungsbedarfs, Erarbeitung des Rahmens für ein Finanzierungskonzept.

  • Laufende Kontrolle der Ergebnisse des Ingenieurbüros.

  • Abnahme und Präsentation des Gesamtergebnisses gemeinsam mit dem Ingenieurbüro, Öffentlichkeitsarbeit.

Die Kosten einer Machbarkeitsstudie werden durch die Einholung von Angeboten oder durch Ausschreibung ermittelt. Die Managementkosten für die Projektbetreuung betragen je nach Aufwand 10 bis 13 % zuzüglich zu den Kosten des Ingenieurbüros.

Zu den Themen gehört:

  • Konzeptentwicklung und Machbarkeitsstudie

  • Wege zur Erarbeitung von Wärmenutzungskonzepten mit Biogasanlagen, von Konzepten zur Nutzung fester Biomasse und Alternativen, zum Biomasseanbau, zur Beteiligung an Windkraftanlagen und Bürgerwindparks, zur Nutzung von Photovoltaik

  • Erstberatung zu Teilhabemodellen für die Bevölkerung

  • Erstberatung zu Organisationsformen, Satzungsfragen, Vertragsgestaltung für (Bio)EnergieDörfer

  • Erstberatung zu Förderung und Finanzierung

  • Erstberatung zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Die Beratung zielt darauf, einen Lösungsweg für die von Ihnen vorgetragenen Probleme zu finden. In der Regel werden die angesprochenen Probleme nicht in der ersten Beratung gelöst, sondern nach Erfassung ihrer Probleme durch Recherchen und Rücksprache mit unseren Fachleuten geklärt. Daher wird in der Regel eine zweite Beratung erforderlich, auf der wir Ihnen unsere Rechercheergebnisse – die Antwort auf Ihre Fragen – mündlich oder schriftlich unterbreiten. Wenn Sie danach eine weitergehende Betreuung Ihres Vorhabens wünschen, kann sich ein Projektentwicklungsauftrag anschließen – dies ist aber keine Bedingung für die einfache Beratung.

Wenn Sie uns Fragestellungen vorlegen, die die Möglichkeiten eine einfachen Beratung überschreiten, schlagen wir Ihnen weitergehende Betreuungsmöglichkeiten vor und unterbreiten dafür ein Angebot mit Kostenvoranschlag.

Wenn Sie im Rahmen Ihres (Bio)EnergieDorfs ein längerfristiges und mit einer Investition verbundenes Projekt vorhaben oder ein Unternehmen, ein Kommunalunternehmen, eine Genossenschaft, einen Verein oder eine Stiftung gründen wollen und wenn es für Sie und für uns möglich und sinnvoll ist, schlagen wir Ihnen im Anschluss an eine Erstberatung die weitergehende Betreuung Ihres Projekts vor. Dazu wird ein Projektentwicklungsvertrag geschlossen. Die Kosten für einen Projektentwicklungsauftrag berechnen sich in der Regel anteilig nach der Investitionssumme und dem mit der Betreuung verbundenen Auftrag. Diese Leistungen müssen nicht vorfinanziert werden, gezahlt wird in der Regel mit den einzelnen Investitionsschritten. Die Kosten des Projektmanagements sind Teil der Investition und werden aus der Investfinanzierung beglichen.

Für Projektbetreuungen, die nicht mit Investitionen verbunden sind (z.B. Satzungs- und Vertragsgestaltung außerhalb von Investitionen), werden besondere Vereinbarungen getroffen, die Kosten orientieren sich am Aufwand und der Haftungskosten.  

 


 

2) Soweit Kommunen oder gemeinnützige Organisationen solche Aufträge erteilen, sind sie nicht vorsteuerabzugsberechtigt. Wenn die Kommune als Geschäftsbetrieb, Eigenbetrieb oder Kommunalunternehmen schon wirtschaftlich tätig und steuerpflichtig ist, kann die Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend gemacht werden. Die Machbarkeits- oder Vorstudien gelten dann als Untersuchungen zur Erweiterung der bereits bestehenden wirtschaftlichen Tätigkeit.